Kardiologie im Friedrichspalais
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Nicht invasive Kardiologie

Die nicht invasiven kardiologischen und angiologischen Leistungen:

Herzschrittmacher-Therapie
Moderne Schrittmacher registrieren die Aktion des Herzens und steuern dementsprechend ihre Impulsabgabe. Dabei geben sie bei einem zu langsamen Herzschlag Impulse in der Herzkammer ab (1-Kammer-Schrittmacher) oder aber sequentiell im Vorhof und in der Herzkammer (2-Kammer-Schrittmacher). Bei zu schnellem Herzschlag können die modernen Schrittmacher Therapien mit niedriger Energie zur Beseitigung der Tachykardie abgeben oder auch eine Defibrillation durchführen.

 

Eine Herzmuskelschwäche kann durch Herzschrittmacher behandelt werden, indem synchron die linke und rechte Herzkammer stimuliert wird.

Die besondere Qualität der Betreuung von Patienten mit Herzschrittmachersystemen in unserer Praxis liegt in der Verbindung von Schrittmacherabfrage und Echokardiographie. Damit kann der Effekt von Schrittmacherprogrammierungen auf die Funktion des Herzens unmittelbar beobachtet werden. 2007 haben wir 1188 Schrittmacherprogrammierungen durchgeführt.

EKG (Elektrokardiogramm)
Das EKG zeichnet die Summe aller elektrischen Vorgänge im Herzen auf. Dies erlaubt die Diagnostik momentaner Herzrhythmusstörungen und eventuell Rückschlüsse auf Herzerkrankungen wie Herzinfarkt und Hochdruckherz.

 

Langzeit-EKG
Die Untersuchung dauert in der Regel 24 Stunden. Es können langsame oder schnelle Herzrhythmusstörungen damit aufgedeckt oder aber die Behandlung bekannter Herzrhythmusstörungen kontrolliert werden. Die Durchführung eines Langzeit-EKGs allein erlaubt nicht, die Bedeutung von Herzrhythmusstörungen sicher zu beurteilen. Dies gelingt nur in Kombination mit weiteren Herzuntersuchungen wie Ultraschall des Herzens und Belastungstest.

 

Langzeit-Blutdruckmessung
Die Untersuchung erfolgt wie das Langzeit-EKG ambulant über 24 Stunden, wobei der Blutdruck computergesteuert mit herkömmlichen Manschetten gemessen wird. Man erhält einen genauen Überblick über das Blutdruckverhalten während alltäglicher Tätigkeiten und der Nacht. Es ist die sinnvollste Untersuchungsmethode bei Verdacht auf erhöhten oder zu niedrigen Blutdruck. Auch kann die Behandlung einer bekannten Blutdruckerkrankung kontrolliert werden. Aufgrund dieser Untersuchungsmethode kann vermieden werden, dass eine Behandlung erfolgt, obwohl der Blutdruck nur gelegentlich situativ erhöht ist.

 

Belastungs-EKG (Ergometrie)
Ableitung eines EKGs während einer definierten körperlichen Belastung, die meist bis zur maximalen Belastbarkeit gesteigert wird. Die Untersuchung dient der Ermittlung der Leistungsfähigkeit und der Überprüfung des Herzrhythmus unter Belastung. Diese Methode ist ein wichtiges diagnostisches Mittel zur Überprüfung der Durchblutung des Herzmuskels.

 

Die Aussagekraft der Untersuchung wird eingeschränkt durch vorbestehende EKG-Veränderungen oder die Einnahme bestimmter Medikamente (wie z. B. Digitalis). Verengte Herzkranzgefäße können bei einer Einengung unter 70% meist nicht erkannt werden, ebenso Engstellen in kleinen Gefäßen. Die Komplikationsrate bei der Untersuchung ist sehr gering und beträgt etwa einen Herzinfarkt bei 10.000 Untersuchungen, einen Todesfall bei 20.000 Untersuchungen.

 

Echokardiographie (Herz-Ultraschall)
Ultraschalluntersuchungen sind vergleichbar mit dem Echolot beim Schiff. Ausgesandte Ultraschallwellen werden durch verschiedene Gewebe unterschiedlich reflektiert, wodurch eine Darstellung des Herzens in Schnittbildern möglich wird. Es kann die Herzgröße gemessen werden, Herzinfarkte und Thromben sind darstellbar, die Herzmuskelkraft beurteilbar und es gelingt eine Darstellung der Herzklappen und deren Funktion. Bei Übergewicht und bestimmten Lungenerkrankungen nimmt die Bildqualität ab und kann unzureichend werden. Eine Darstellung der Herzkranzgefäße ist nicht möglich.

 

Farb- und CW/PW-Doppler (Farb-Echo) in Kombination mit der Echokardiographie
Die im Blut vorhandenen Teilchen reflektieren den Ultraschall, wodurch die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses dargestellt wird. Somit können verengte und undichte Herzklappen erkannt werden, ebenso angeborene und erworbene Herzfehler mit Kurzschlussverbindungen und Herzerkrankungen (Kardiomyopathien) mit abnormen Blutfluss. Die Untersuchung ist nur bei ausreichenden Untersuchungsbedingungen anwendbar.

 

Stress-Echokardiographie (Ultraschall mit Belastung)
Bei der Streß-Echokardiographie erfolgt eine Herzultraschalluntersuchung vor, zum Teil während und nach Belastung. Dabei werden die Bilder der Untersuchung digital gespeichert und ausgewertet. Die Belastung kann auf dem Liegend-Ergometer oder auf dem Laufband erfolgen (dynamische Stress-Echo), durch die Gabe von Medikamenten (pharmakologisches Stress-Echo) oder durch eine Schrittmacherstimulation des Herzens (Pacing-Stress-Echo).

 

Durch den erhöhte Sauerstoffbedarf des Herzens während der Belastung können Durchblutungsstörungen des Herzmuskels infolge verengter Herzkranzgefäße besser erkannt werden als beim Belastungs-EKG. Die Treffsicherheit der Methode ist mit der Myokardszintigraphie oder der Radio-Nuklid-Ventrikulographie vergleichbar.

 

Die Untersuchung wird bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen des Herzens (evtl. in Ergänzung zum Belastungs-EKG), bei unklaren Befunden und bei bekannten Herzkranzgefäßverengungen mit der Frage der Behandlungsindikation oder zur Verlaufskontrolle nach Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt. Vor der Untersuchung sollte nach Möglichkeit die Einnahme von durchblutungsfördernden Herzmedikamenten ausgesetzt werden. Dies gilt insbesondere für Betablocker.

 

Transösophageale Echokardiographie ("Schluck-Echo")
Hierbei handelt es sich um eine Herzultraschalluntersuchung mit einer speziellen Sonde von der Speiseröhre aus (ähnlich einer Magenspiegelung). Durch die große Nähe zum Herzen wird eine bessere Bildqualität erreicht und es können auch kleine Strukturen im Herzen erkannt werden wie Auflagerungen auf den Herzklappen, Gerinnsel (Thromben) im Vorhof, Defekte im Vorhofseptum oder Veränderungen der Hauptschlagader. Eine Darstellung der Herzkranzgefäße gelingt aber allenfalls an deren Abgang.

 

Wie bei der Magenspiegelung muss der Patient mindestens 4-6 Stunden zuvor nüchtern sein. Die Untersuchung wird gelegentlich als unangenehm empfunden, insbesondere die Einführung des Gerätes. Das Risiko der Untersuchung ist aber sehr gering, vergleichbar mit der Magenspiegelung.

 

Carotis-Doppler- und Duplexsonographie der Carotiden (Ultraschall der Halsgefäße)
Mittels Ultraschall werden die Gefäßwände und die Blutströmung der hirnversorgenden Gefäße dargestellt. Dabei reflektieren die im Blut vorhandenen Teilchen den Ultraschall, wodurch die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses dargestellt werden können.

 

An den Halsgefäßen können Gefäßverkalkungen gut sichtbar gemacht und somit kann das kardio-vaskuläre Risiko besser abgeschätzt werden. Die Untersuchung dient der Abklärung von unklarem Schwindel und neurologischen Ausfallserscheinungen. Bei Zustand nach Schlaganfall wird die Untersuchung durchgeführt mit der Frage, ob Einengungen der großen Halsgefäße als mögliche Ursache vorliegen und wie diese behandelt werden können. Auch vor größeren Operationen wie z. B. Herz-Operationen ist eine Untersuchung erforderlich.

 

Arterieller Doppler (Doppler-Verschlussdruck der Arm- und Beingefäße)
Mit der Doppler-Methode wird der Blutfluss in den genannten Gefäßen dargestellt. Eine Blutdruckmanschette wird an der betreffenden Extremität aufgeblasen, bis der Druck in der Manschette über dem Druck im Gefäß liegt, dann verschwindet das Doppler-Signal. Aus dem gemessenen Druck kann auf Gefäßverengungen rückgeschlossen werden.

 

Bei dieser Art von Untersuchung handelt es sich um eine Routineuntersuchung, wenn bsw. Verdacht auf verengende Gefäßprozesse in den Armen und Beinen (z. B. "Schaufenster- Krankheit") besteht. Dabei sind eine Bestimmung der Lokalisation und der Schweregrad der Verengung meist nur aufgrund langjähriger berufspraktischer Erfahrung möglich.

 

Duplex-Sonographie der Beinarterien
Dies sind Ultraschalluntersuchungen, die zweidimensionale Bilder der beinversorgenden Gefäße liefern und die zusätzlich den Blutfluss in diesen Gefäßen sichtbar machen können.

 

Die Untersuchung wird bei Gefäßverengungen im Bereich des Beckens, des Oberschenkels und der Kniekehle durchgeführt. Ebenso kann sie nach Katheteruntersuchungen im Bereich der Leistengefäße durchgeführt werden, z. B. wenn es zur Ausbildung eines großen Blutergusses kam.
Lungenfunktionsprüfung
Bei dieser Untersuchung wird das Lungenvolumen bei maximaler Einatmung (Vitalkapazität) und beim maximalen Ausatmen in einer Sekunde (Tiffeneau-Test) gemessen.

 

Dabei handelt es sich um eine Routineuntersuchung zur Klärung bei Atemnot, insbesondere um Lungen- und Herzkrankheiten voneinander abzugrenzen. Es kann der Schweregrad von Lungenerkrankungen abgeschätzt werden (z. B. bei Asthma). Die Methode ist von der guten Mitarbeit des Patienten abhängig.

 

Event-Recorder (Aufzeichnung von kardialen Ereignissen)
Es handelt sich um eine besondere Form des Langzeit-EKGs, das über mehrere Tage läuft und das EKG nur nach Knopfdruck durch den Patienten aufzeichnet (auch die 60 Sekunden bevor der Knopf gedrückt wurde). Diese Untersuchung wird durchgeführt bei Herzstolpern oder Herzrasen, das bislang im Langzeit-EKG nicht dokumentiert werden konnte.

 

Kardio-MRT
Wir führen in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Heidelberg die magnetresonanztomographische Darstellung des Herzes durch. Hierdurch gelingt eine sehr gute Darstellung des Herzens mit allen seinen Strukturen. Durch Kontrastmittelgabe können Narben sicher dargestellt werden und durch eine medikamentöse Belastung die Durchblutung des Herzmuskels. Die Herzkranzgefäße können aber nicht sicher beurteilt werden, so dass bislang notwendige Herzkatheteruntersuchungen hierdurch noch nicht umgangen werden können. Ein Durchbruch ist diesbezüglich in den nächsten Jahren nicht zu erwarten.
 
Fachärzte für Innere Medizin • Hoheneggerstr. 9 • 76646 Bruchsal • Tel 07251-86636 • Fax 86637

Info
Anmeldung einer Herz-
katheteruntersuchung oder in Notfällen:

Tel. 07251 - 303101
 

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